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SUMMARY:Figuren des Verschwindens <br>Jochen Schimmang: „Adorno wohnt hier nicht mehr“
DESCRIPTION:Vor 50 Jahren, im August 1969, starb Adorno – und Jochen Schimmang übt sich in Abwesenheitspflege. In melancholischen bis heiteren, zum Teil autobiografisch gefärbten Geschichten erzählt er von Formen und Figuren des Verschwindens. Von Menschen, Gebäuden und ganzen Vierteln, die verschwinden; von Techniken, Gesten und Sprechweisen: Ein Jubilar versteckt sich mit seiner Frau auf dem Dachboden vor seinen Freunden, die zum 70. Geburtstag aus allen Himmelsrichtungen auf ihn einstürmen, obwohl er viel lieber nur mit zweien von ihnen essen gegangen wäre. Rothermund macht sich auf die Suche nach dem verschwundenen Maler Guthermuth. Ein Spaziergang durch Frankfurt zeigt, wer, außer Adorno, noch alles nicht mehr dort wohnt. Aber Spaziergänge sind ohnehin sterbende Institutionen. Nur Gott ist nicht verschwunden, er taucht pünktlich um halb sieben in der Kirche auf – im Fischgrätmantel.\nJochen Schimmangs feinsinnige Erzählungen gehen auf Spurensuche nach Lücken und Verlusten und zeigen zugleich, dass Identität eine höchst fragile Konstruktion ist. Er liest aus seinen Geschichten und spricht mit dem Göttinger Autor, Lektor und Literaturkritiker Thomas Schaefer.\nJochen Schimmang lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Oldenburg. 2010 erhielt er für seinen Roman Das Beste, was wir hatten den Rheingau Literatur Preis und 2012 den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar für Neue Mitte. Zuletzt erschien 2017 sein Roman Altes Zollhaus, Staatsgrenze West.\nEintritt: 9.00/erm. 7.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten per E-Mail unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de ( mailto:literaturbuero@stadt-oldenburg.de ) oder telefonisch: 0441-235 3014\nVeranstalter: Literaturbüro Oldenburg\nPhoto: Eric Wolfe\n
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