Wilhelm13

Datum

15. Apr 2020

Uhrzeit

19:30

Konstellationen: Wasser als Politikum – John von Düffel: „Der brennende See“ ***Fällt aus!***

John_von_DueffelHannah, die Tochter eines Schriftstellers, kehrt nach dem Tod ihres Vaters in die Stadt ihrer Kindheit zurück. An seinem Erbe ist sie wenig interessiert, doch als sie erste Schritte unternimmt, die Wohnung des Verstorbenen aufzulösen, findet sie in der Nachttischschublade das Foto einer jungen Frau. Wie nah stand die Unbekannte ihrem Vater? Wer war er wirklich, als er starb? Auf der Suche nach Antworten trifft sie ihre Schulfreundin Vivien, die mit ihrer Familie am Ufer des Sees wohnt, in dem ihr Vater täglich schwamm. Die junge Unbekannte ist Viviens Tochter Julia, Initiatorin der „Ende-der-Geduld“-Bewegung, die aus den Fridays-for-Future-Demonstrationen hervorgegangen ist und eine Radikalisierung des Protests gegen die herrschende Klima-Politik propagiert. Aber Julia kämpft nicht nur aus politischer Überzeugung für den Erhalt des Sees. Sie behauptet, die eigentliche Tochter des Schriftstellers zu sein, seine geistige Erbin.
In seinem Roman „Der brennende See“ nähert sich John von Düffel dem Wasser als knappe Ressource, als Lebensbedingung und Klimakomponente und nicht zuletzt als Frage des Zusammenlebens der Generationen. Der Autor liest aus seinem Buch und spricht mit Gabriele Gerlach über das Wasser als Politikum. Als Biologin hat sie eine Professur am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften an der Oldenburger Universität inne. Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte und Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentags, moderiert ihren Austausch.

Das Institut für Geschichte der Oldenburger Universität ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe.

Eintritt: 9.00/erm. 7.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten per Email unter literaturhaus@stadt-oldenburg.de oder telefonisch: 0441 – 235 30 14

Veranstalter: Literaturhaus Oldenburg

Photo: Katja von Düffel