Unsere Veranstalter

Jazzclub Alluvium 1502 e.V.

Es begann alles 1958: jazzmusikbegeisterte Schüler, Studenten verwandelten den Keller des Degodehauses in einen Jazzclub, heizten mit zu der Zeit angesagten Jazzmusik – Dixieland – dem Publikum ein und formierten die hauseigenen Combos Staustompers und Flower Street Jazzband.

Als aus baulichen Gründen dann 1960 ein neues Domizil gesucht werden musste, überließ die Stadt Oldenburg dem Club schließlich die Kellerräume der ehemaligen Kaserne in der Zeughausstraße. Für die neue Innenraumgestaltung sorgte Klaus Beilstein, der dem Club auf diese Weise in vieler Hinsicht verbunden war. Auch wenn der damals noch vorhandene Kanonenofen manchmal heftig glühte, war er für das Anheizen der Stimmung nicht notwendig, denn die Konzerte waren derart beliebt, dass gegen 20.00 Uhr das Haus stets voll war und kein Besucher mehr Einlass fand.

Das änderte sich in den 60er Jahren, als die Beat- und Rockmusik populär wurde: Bands wie die Beatles und Stones spielten damals noch in kleinen Clubs. Der Jazzclub arrangierte sich mit den neuen Verhältnissen: Modernere Jazz-Stile wie Cool Jazz und Bebop verdrängten langsam im Club den traditionellen Jazz.

Nach den etwas flauen 80er Jahren, bekam der Jazzclub eine neue Chance: nach dem Brand des Alhambras fanden nun Disco-Veranstaltungen im Jazzclub statt. In diese Zeit fallen Konzerte unter anderem mit Pete York, Luther Allison und James Blood Ulmer, Die Kölner Saxophon Mafia.

Regionale Musiker starteten im Alluvium ihre Musiker-Karrieren: Der Pianist Klaus Ignatzek, der Vibraphonist Florian Poser, der Bassist Ede Brumund-Rüther und Chris Jarrett.

Mit der „Just Jazz“-Reihe, die in Zusammenarbeit mit der Stadt initiiert wird, können Acts wie „Oregon“, Herbie Hancock, John Abercrombie, Charles Lloyd, Taj Mahal und Snowy White nach Oldenburg geholt werden.

Mit dem Generationswechsel öffnet sich der Club in den Neunziger Jahren für neue Einflüsse: Experimentelle Bands wie die „Franck Band“, „Der rote Bereich“, „Embryo“, Wolfram Huschke und Susan Weinert spielen im Club, neue Veranstaltungsreihen wie Weltmusik-Nacht, Industrial-Konzerte, Slam Poetry, NewForms und Advanced Electronics Parties und eine eigene Jazz & Rock-Session werden eingerichtet. Auch Punk- und Independent-Bands treten nun im Alluvium auf. Ebenso erweitern Grenzgänger zwischen Jazz, Pop und anderen Stilrichtungen wie Lisa Bassenge, tok tok tok, „Das dritte Ohr“, „Quadro Nuevo“ und „Be Mine Or Run“ das musikalische Spektrum.

2003 musste die Location an der Zeughausstraße aufgegeben werden. Das Alluvium freut sich, nach 7 heimatlosen Jahren im Wilhelm13 endlich wieder eine feste Spielstätte gefunden zu haben.

Zwei Anekdoten zur Namensgebung des Jazzclubs: 1502 gibt weder das Gründungsjahr des Jazzclubs an noch das des Jazz – 1502 wurde der Keller des Degodehauses gebaut – des ersten Quartiers des Jazzclubs. Alluvium ist eine erdgeschichtliche Zeit: nach dem Umzug in die Zeughausstraße ist der Club eine Erdschicht aufgestiegen: vom Keller in das Parterre – in die jüngste Erdschicht – das Alluvium.

Weitere Infos: www.jazzclub-alluvium.de

 

Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V.

Die Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V. (kurz JMO), hat sich zum Ziel gesetzt, die Belange der Jazzmusiker und Jazzmusikerinnen in Oldenburg und der umliegenden Region zu vertreten. Der Verein wurde 1975 aufgrund eines Aufrufs der Union Deutscher Jazzmusiker, solche Initiativen landesweit zu gründen, ins Leben gerufen.

Seither ist die JMO in vielfältiger Weise aktiv geworden: Konzerte im Stadtmuseum, Konzertreihen “Jazznights” und “Saturday Night Jazz” in der Kulturetage, Fesitval “Jazz en bloc” regelmäßig seit 1991, Jazztreff der LAG Jazz in Oldenburg u.v.m.

Die monatliche Session wird seit vielen Jahren an wechselnden Orten von der JMO (mit)organisiert.

Unsere Mitglieder sind aktive MusikerInnen, Musikstundenten und Förderer.

Wir freuen uns sehr über die Möglichkeiten, die sich für die JMO im Wilhelm13 ergeben.

Detailierte Informationen über unsere Arbeit finden Sie auf unserer Homepage www.jmio.de

 

Literaturhaus Oldenburg

Das Literaturhaus Oldenburg ist als eines der sechs niedersächsischen Literaturhäuser das Literaturzentrum im Nordwesten. Seit 1993 gestaltet, vermittelt und fördert es als kommunale Einrichtung Literatur und Kultur. Sein Veranstaltungsprogramm präsentiert es vom Februar 2010 an im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13.

Das Programm des Literaturhauses bringt überwiegend zeitgenössische Literaturen auf die Bühne – in stimmigen Formaten und oft abseits des Erwartbaren. Es lädt Gäste ein, die individuellen Konzepten folgen und Positionen beziehen. Inhaltlich und ästhetisch. Das sind nicht nur deutsch- und fremdsprachige Autoren, sondern auch Literaturwissenschaftler, Verleger und Kritiker. Und weil nicht nur die Literatur Wert auf das gestaltete Wort legt, inszeniert das Literaturhaus Grenzgänge und sorgt für faktische Begegnungen der Künste. Die Veranstaltungen innerhalb seines kontinuierlichen Programms werden in unterschiedlichen Reihen und Formaten präsentiert:

Das Literaturhaus Oldenburg ist Veranstalter der LiteraTour Nord mit ihrem auch nach achtzehn Jahren noch innovativen Ansatz, die Praxis der Vermittlung von Gegenwartsliteratur mit der literaturwissen­schaftlichen Lehre zu verbinden.

Verbindungen zwischen Literatur und Wissenschaft stellt auch die Reihe Konstellationen her, die Gegenwartsliteratur in gesellschaftliche Zusammenhänge einbindet und dazu Schriftsteller und Wissenschaftler in einen fachkundig moderierten Dialog führt. Der Titel bezieht sich auf die sogenannte Konstellationsforschung, die Theorieentwicklungen und kreative Impulse untersucht, welche aus dem Zusammenwirken verschiedener Denker in einem gemeinsamen Denkraum entstehen. Auch das Veranstaltungsformat des Literaturhauses öffnet Denkräume und befördert glückliche Konstellationen.

Dreimal im Jahr bringt das Literaturhaus das Format Fremde Federn auf die Bühne, das spielerisch den Stellenwert des Urheberrechts in den Mittelpunkt stellt und fünf Poetry Slammer zu einem Ensemble vereint. Die hohe Spontanität und Unberechenbarkeit der Veranstaltungen, der lebhafte Austausch zwischen den Poeten auf der Bühne und dem Publikum, der Wettbewerbscharakter und die Einbindung des Publikums bei der Bewertung führen dazu, dass „Fremde Federn“ besonders ältere Jugendliche und junge Erwachsene anspricht. Diese bilden auch die Zielgruppe der Lesebühne Metrophobia, zu der das Literaturhaus in Kooperation mit den Oldenburger Spoken-Word-Poeten Annika Blanke und Christian Bruns dreimal im Jahr einlädt.

Fast alle Veranstaltungen werden im Format des moderierten Gesprächs präsentiert. Das Selbstverständnis des Literaturhausess als Vermittler und Moderator von Literatur zielt auf Austausch, Publikumsbeteiligung und Erkenntnisgewinn.

Jährlich erhält ein renommierter deutschsprachiger Schriftsteller das Landgang-Stipendium, ein Reisestipendium durch das Oldenburger Land. Der Stipendiat unternimmt dort im Herbst eine Erkundungsreise. Auf der Grundlage seiner Beobachtungen und Erfahrungen verfasst er einen literarischen Reisebericht, einen Essay oder eine Kurzgeschichte. Im Frühjahr des Folgejahres tritt er die Reise ein weiteres Mal an und präsentiert auf den Stationen seiner Erkundungstour das literarische Ergebnis in öffentlichen Lesungen. Monika Eden, die Leiterin des Literaturhauses Oldenburg, moderiert die Lesungen als Projektleiterin.

Das Literaturhaus Oldenburg veröffentlicht sein Programm in einer vierteljährlich erscheinenden Vorschau, die öffentlich ausliegt und auf Wunsch postalisch zugesandt wird.

Weitere Infos: www.literaturhaus-oldenburg.de

 

Kulturclub Oldenburg e.V. / Singers & Players

„Singers & Players“ – der Name ist Programm. Seit Januar 1999 präsentiert die Konzertreihe internationale wie nationale Vokalisten & Instrumentalisten von höchster Güte in Oldenburg. Gastspielbühne war bis zum Februar 2010 beinahe ausschließlich das Theater Laboratorium, welches wiederum bis zum Sommer 2008 in der sogenannten „Isolierbaracke“ in der Wilhelmstraße 13 (heute Leo-Trepp-Str. 13) – jetzt “Wilhelm13” – beheimatet war. Singers & Players kehrt also mit seiner Teilnahme am Nutzer-Kollektiv des Musik- und Literaturhauses zurück in die ehemalige Spielstätte, ohne allerdings seine jahrelange musikalische Symbiose mit dem Theater Laboratorium aufzugeben.

Die umgebaute erste Turnhalle des Oldenburger Turnerbundes von 1869 in der Kleinen Straße, seit September 2008 neue Spielstätte des Laboratoriums mit einmalig atmosphärischem Ambiente, bleibt die Singers & Players Hauptbühne. Ob Wilhelm13 oder Theater Laboratorium, Qualität, musikalische Originalität und Persönlichkeit bleiben für beide Bühnen oberste Maßstäbe bei den Künstlerbuchungen. Singers & Players steht für musikalische Geheimtipps abseits des kommerziellen Rummelplatzes. Akustischer Sound, „musikalische Handarbeit“ in Publikumsnähe und der magische Zauber des Originären, der oft auch im Unspektakulären liegt, aber sich immer in konzentrierter künstlerischer Dichte fokussiert, sind wesentliche Attribute der geladenen Künstler.

Das Programmspektrum ist weit gefächert und umfasst eine Vielzahl musikalischer Genres: Celtic, Klezmer, deutsche Songpoeten und Musik-Kabarettisten, Tango, Flamenco, Folkjazz-Crossover, Klassik, New Acoustic Music, Gitarre instrumental, Singer-Songwriter, Blues und Jazz, „Global Roots Music“ mit genreübergreifenden Stilistiken aus allen fünf Kontinenten, mit anderen Worten Weltmusik aller Himmelsrichtungen von mediterran bis skandinavisch, von portugiesisch bis russisch, von Kanada und New York über Brasilien und Madagaskar bis Berlin.

Ein Schwerpunkt liegt ganz sicher auf charismatischen Gesangsstimmen und spannungsreichen minimalistischen Song-Arrangements. Songinhalte haben Gewicht und so gilt die Singers & Players Bühne besonders als fruchtbare Oase für internationale Liedermacher, beherzte Songinterpreten und charismatische Querdenker. „Chanson du Monde“ – Bühne frei für berührende Stimmen und Klänge zwischen Melancholie und Lebenslust, “let´s sing, let´s play”.

Programmleitung:
Paddy Maindok
Lohmanns Kamp 3
26160 Bad Zwischenahn-Ofen

Tel.: 0441-69 16 34
E-Mail: info@singersplayersclub.de

 

Musikschule der Stadt Oldenburg

Die Musikschule der Stadt Oldenburg gehört mit 70 Lehrkräften und rund 3.300 Schülerinnen und Schülern zu den großen Musikschulen Niedersachsens. Mit ihren Angeboten möchte die Musikschule das musikalische Interesse von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wecken und entwickeln. Die hohe Qualifikation der Lehrkräfte und ein modernes musikpädagogisches Konzept gewährleisten eine umfassende Ausbildung von Anfang an. Durch umfassende Sozialermäßigungen muss kein Bereich der Musikschule aus finanziellen Gründen unerreichbar bleiben.

Telefon: 0441-235 27 35

Weitere Infos: www.oldenburg.de/musikschule

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